Bundesradsporttreffen (BRT) 2017 in Hannover

Der Anreisetag am Samstag sollte uns schon mal einen Vorgeschmack für die Woche geben. Ungeachtet des Wetters trotze Andreas Schaake dem Wetter und nahm denn Brevet Hamburg – Hannover zum BRT unter die Räder. Teilweise überschatteten heftige Regenschauer den Tag und die Fahrt nach Hannover. Am späten Nachmittag traf man sich dann dort zur ersten Inspektion der Anfahrtswege und des Start- Zielbereichs. 

Am Sonntag ging es, für die Marathonfahrer, dann um 7 Uhr durch das Weserbergland  (Deutschlandcup/Nordcup Marathonserie). Nach der 1. Kontrolle begann auch schon ein leichter bis mäßiger Regen, was einige Abfahren etwas heikel machte. Kurz bevor es dann stärker anfing zu „schütten“, entschlossen wir uns in Lauenau das Gröbste abzuwarten. Nach ca. 25 min heftigen Dauerregens ging es dann weiter auf der landschaftlich schönen Strecke. Das Wetter zeigte sich dann auch von seiner besten Seite und machte die Fahrt umso schöner. Leider wurden wir bei der nächsten Kontrolle vom noch vorhandenen Verpflegungsangebot enttäuscht. Nachdem die Weser mit der Fähre überquert war ging er zum nächsten Kontrollpunkt in Bad Pyrmont wo uns nach einer sehenswerten Stadtrunde die Warmverpflegung auf Schloss Pyrmont erwartete. Hier war das Essen sehr gut – allerdings gab es nach dem stetigen Auf und Ab keine zuckerhaltigen Getränke mehr. Anschließend, frisch gestärkt, gab es den besten Anstieg der Tour – allerdings mit vollem Magen für machen nicht wirklich gut zu fahren – ging es dann weiter Richtung Ziel wo uns an den letzten beiden Verpflegungen gähnende Leere erwartete – nicht durch wenige Fahrer, sondern es gab nichts mehr zu essen! Dies war besonders an der vorletzten Kontrolle nach zwei etwas härteren Anstiegen sehr schlecht. Also auf zur nächsten Kontrolle wo es etwas besser aussah und noch einige ausgewählte Sachen zu ergattern gab. Da sich das Wetter wirklich sehr gut hielt war es dann umso anstrengender wieder ins Ziel zu kommen. Dort erwartete uns dann ein Essensgutschein für die Mensa wodurch wir dann etwas für unsere große Enttäuschung über die Verpflegung vertröstet wurden.

Dem Hilferuf von Bernd Schmidt folgend hatten wir uns am Montag gemeldet um den geplanten Fahrradkorso mit Funk zu begleiten – dies bedeute geschlossen mit Polizeieskorte 12 km durch Hannover zu fahren bis dann der Start freigegeben wurde. Der Verband rollte kurz nach 9 Uhr geschlossen und entspannt mit 20-22 km/h in 3er Reihe durch Hannover um auch den langsameren Radsportlern die Mitfahrt zu ermöglichen. Nachdem die Stadtgrenze erreicht war ging es in kleinen Gruppen auf die Strecke. Leider ließ der angekündigte Regen nicht lange auf sich warten und kurz vor der ersten Kontrolle setzte der Dauerregen ein. An den Kontrollen gab es dann heute alles was am Vortag an den Kontrollen fehlte in ausreichenden Mengen – zudem leider auch das erste Teilungsschild für die kürzeste Runde. Anschließend ging es dann in verschiedenen Routen in Richtung Ziel, wobei Karin und Uschi die zwei Punktetour fuhren – Andreas, Christian und Dorothee entschieden sich trotz des Regens für die drei Punktetour. Erst in Hannover ließ dann der Regen wenigstens für einige Kilometer mal nach und es konnten noch einige schöne Fotos gemacht werden. Der Tag verlief für die lange Runde leider nicht optimal da Christian nach geraumer Zeit dem Tempo nicht mehr standhielt. Leider hatte einige Kilometer vor dem Ziel Dorothee einen großen technischen Schaden zu verzeichnen was eine Weiterfahrt unmöglich machte. Zu hoffen ist, dass Ersatz und Reparatur noch im Rahmen des Events erfolgen können… Leider waren alle Touren etwas zu lang konzipiert für die ursprünglich angegebenen Punkte und auch die vorab anvisierten Kilometer. Dies war einer Baustelle zu verdanken die umfahren werden musste.

Am Montag gab es ja schon die Unwetterwarnung wegen Dauerregens welche vom Wetterdienst verlängert wurde was sich auch auf die am Dienstag geplante Tour auswirkte. Der Veranstalter kann die Durchführung nicht verantworten und sagte das Event ab, was gut nachvollziehbar war, da die Helfer vom starken Regen sicherlich viel ertragen hätten müssen. Ebenso hätten die Radfahrer sich eines erhöhten Risikos ausgesetzt weil das Wasser teilweise wirklich Zentimeter hoch auf den Straßen stand – diesmal schien Wetter doch etwas mit Radfahren zu tun zu haben…     

⁠⁠⁠Der Mittwoch ließ dann wieder hoffen und trotz verhangenen Wolken und der verspäteten Startfreigabe durch den Veranstalter ging es dann in Richtung Norden. Bis zum 1. Kontrollpunkt fuhren wir gemeinsam und haben uns dann getrennt um die unterschiedlichen Strecken unter die Räder zu nehmen. Da Christian um 16 Uhr noch einen Termin hatte und die Stimmung bei Andreas und ihm gut war ging es mit forschem Tempo auf die angebotene 150 km Runde. Diese wurde durch die hervorragende Verpflegung an der Kontrolle in Eicklingen, die zweimal angefahren wurde, unterstützt. Durch das hohe Tempo konnte der Termin fast noch pünktlich eingehalten werden und von Regen war an diesem Tag auch nichts mehr zu sehen. Im Anschluss übte sich ein Trio noch als kompetentes Reparaturteam an Dorothee’s Fahrrad für die weiteren Tour – mit Erfolg, sodass am Donnerstag wieder alle fünf Teilnehmer starten würden. 

Donnerstag war das Hochwasser maßgeblich Streckenführend. Geschlossen wieder mit voller Mannschaftsstärke am Start ging es Richtung Süden. Highlight war für alle das Erklimmen der Marienburg, der Stammsitz Königsfamilie von Hannover, die wir schon am Sonntag bestaunen durften. Nach der ersten Verpflegung trennten sich wieder die Wege der Gruppe, da die lange Tour aus einer zweiten Schleife kurzerhand gefahren wurde. Auch heute blieben wir vom Regen verschont aber wurden mit ordentlich Wind belohnt. 

Am Freitag zum Steinhuder Meer war wieder Chaos durch das Hochwasser bestimmend, nicht nur das drei Radfahrer wegen überfluteten Straßen einen Umweg zum Start fahren mussten – auch sonst gab es wieder diverse Änderungen. Es wurde ein Hin- und Rücktrack verteilt, was am Start schon für viel Stress sorgte und Christian kurzerhand den Streckenkoordinator mit seiner Hilfe etwas entlastetet. Dann wurden die Teilnehmer in Gruppen durch die Stadt Richtung Norden geführt und auf die Strecke geschickt. Durch die längere Anfahrt waren dann die Schweriner pünktlich für die letzte Gruppe mit zuständig. Nach dem Herausbegleiten fuhren wir dann gemeinsam bis zur Streckenteilung der 75 bzw. 110 km Runde. Hier ging dann Christian auf die große Schleife da die 75 km ja auf knapp 100 Kilometer und 3 Punkte verlängert war. Diese (kurze) Runde war denn auch die bessere Wahl da nach kurzer Zeit auf der langen Strecke sämtliche Schilder fehlten. Hier hat Christian bis zur nächsten Kontrolle wieder die Guidefunktion für drei ratlose Mitfahrer übernommen. Ab der zweiten Kontrolle lief es dann mit den Schildern und auch dem Wind, der heute besonders stark war recht zügig Richtung Ziel. Für Christian sogar so zügig, dass er die dritte Kontrolle verpasste und vor den Anderen im Ziel war. 

Heute wurde dann auch unsere Vereinswertung abgegeben wobei wir mit fünf Teilnehmern in starker Unterzahl gegenüber anderen Vereinen waren. 

Am finalen Samstag war das Wetter dann wie wir es im Norden kennen. Sehr windig aber dafür mit Sonne und einigen Wolken. Geschlossen ging es heute Richtung Hameln wo wir uns zur zweiten Streckenteilung wieder für unterschiedliche Strecken entschieden. Ab Hameln wurde das Tempo Richtung Ziel durch den stärkenden Rückenwind recht hoch gehalten und lud zu so manchen Spielereien ein. Abschließend fand im Ziel die Abschlussfeier mit dem Einmarsch der Vereinsbanner und anschließender Auswertung der Vereinswertung statt. Hier haben wir den Platz 26 von 39 gemeldeten Vereinen mit fünf Fahrern belegt und Christian nahm die Ehrung entgegen. Damit war das Bundesradsporttreffen 2017 wieder Geschichte und wir freuen uns schon auf Langenselbold 2018. Wir hoffen dann auch auf stärkere Vereinspräsenz mit etwas mehr als fünf Fahrern – die Atmosphäre und das Event sind immer ein Erlebnis.

Categories: RTF

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