Die Chronik unseres Vereins von 1945 bis 2014

 

Die noch vorhandenen Mitglieder des Schweriner Radfahr-Vereins „Wanderer“ ergriffen nach 1945 die Initiative und gaben dem Verein neue Impulse.
Hier waren es in erster Linie Altmeister Waldemar Haberecht jun., Ewald Stamer, Richard Schröder, Johannes Schneider, Karl Beutz, Karl Muchalski, Edmund Wiencke,die unter Führung des FDJ-Sportes den Radsport in der Landeshauptstadt wieder belebten.
Unter Leitung des Fahrradhändlers Rolf Haberecht wurden die alten Brennabor-Kunstfahrräder vom Boden geholt und man begann wieder in der Turnhalle des
Schweriner Gymnasiums mit dem Übungsbetrieb.
Günter Schattingen, Artur Schwampe, Alfred Wackerow, Horst Cassube, Günter Korn, Hans Sprenger, Franz Fahrenheim und Heinz Dörschel bildeten bald den Kern des Vereins.

Radrennen und Hallenradsport prägten zu dieser Zeit den Verein.
Das „Saalradfahren“ wie es zu dieser Zeit nannte, wurde vorwiegend in den Wintermonaten betrieben. Der Sommer gehörte eindeutig den Rennfahrer, die bereits 1947 mit attraktiven Veranstaltungen aufwarteten.

So waren es die schon erwähnten Radsportler, die am 1. Juni 1947 mit dem traditionellen Radrennen „Rund um den Pfaffenteich“ den Grunstein für eine erfolgreiche radsportliche Entwicklung in Mecklenburg/Vorpommern legten.
So waren es die einheimischen Fahrer Rolf Haberecht, Arthur Schwampe, Heinz Wahl, Hans Sprenger, Günter Schattinger, Siegfried Padzdior, Heinz Mehrländer u.a., die für Erfolge sorgten.
Im übrigen haben die schon genannten Organisatoren bis 1963 diese Radrennen um den Pfaffenteich organisiert und durchgeführt. Oftmals war auch der Pfaffenteich Ziel von DDR-Rundfahrten und Elite-Auswahlrennen.

Herr Steffen Güll hat in seiner Broschüre „50 Jahre Radrennen - Rund um den Pfaffenteich“ dankenswerter Weise die Aufarbeitung dieses traditionellen Radrennens vorgenommen und 1998 veröffentlicht.

Große Probleme gab es in den ersten Nachkriegsjahren mit dem Material. Zwar waren ältere Fahrräder vorhanden aber bei jeder Veranstaltung mußte um die Beschaffenheit der Reifen gebangt werden. In „Haberechts Gummi-Bude“ wurden immer wieder Profile aufvulkanisiert, um für die nächsten Rennen fit zu sein.
Die Schweriner Radsportler suchten nach immer neuen Möglichkeiten, ihren Sport populär zu machen. Aschenbahn-Rennen kamen auf Paulshöhe und Burgsee-Sportplatz zur Austragung und begeisterten die vielen Schweriner Radsportanhänger.
Da Mecklenburg keine Rennbahn besaß, sollte der Burgsee-Sportplatz dazu umgebaut werden.