Bundesradsporttreffen 2026 – Tag 3 (5): Marathon bei 35 Grad

Heute klingelte der Wecker etwas früher, denn pünktlich zum Marathonstart wollte ich auf dem Rad sitzen. Dass der Tag mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 35 Grad alles andere als einfach werden würde, war schon vor dem Start klar.

Direkt bei der Anmeldung dann der erste kleine Fauxpas: Das Teilnehmerarmband lag noch in der Jugendherberge. Nach einer kurzen Erklärung und dem Vorzeigen der Buchungsbestätigung verlief der Check-in trotzdem problemlos. Praktischerweise führte die Strecke ohnehin fast an der Unterkunft vorbei, sodass ich das Armband noch schnell einsammeln konnte.

Die ersten Kilometer liefen richtig gut. Zwischendurch gab es ein paar kleine Katz-und-Maus-Spiele mit einer Gruppe, aber da meine Strecke durch die zusätzlichen Kacheln ohnehin wieder etwas länger ausfallen würde, hielt ich mich zurück und fuhr konsequent mein eigenes Tempo.

Die erste Kontrolle nach gut 20 Kilometern kam mir fast schon etwas zu früh. Entsprechend kurz fiel der Stopp aus. Durch meine angepasste Route war die Sorge allerdings groß, versehentlich eine Kontrolle zu verpassen. Die Kontrollstellen waren leider nicht optimal verteilt, weshalb kurzfristig noch ein zusätzlicher Zwischenstopp eingerichtet wurde. Das kam mir gerade recht, denn an der zweiten Kontrolle hatte ich mich etwas zu sparsam verpflegt. Eine Banane war daher genau das Richtige.

Das Brennen an den Füßen hatte ich bis dahin erstaunlich gut im Griff. An der dritten Kontrolle wartete dann die Warmverpflegung – und die kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Also eine kleine Pause eingelegt, die Füße gelüftet, Kartoffelsuppe und Cola als Energienachschub genossen. Vor der Weiterfahrt wurden beide Flaschen noch einmal komplett gefüllt und die Mütze ordentlich gewässert, um wenigstens etwas Kühlung zu haben.

Doch die Kombination aus großer Hitze und Rückenwind sorgte dafür, dass die Füße später doch ordentlich überhitzten. An einer ehemaligen Zeche fand ich einen schattigen Platz und legte noch einmal eine kurze Pause ein. Dort gab es Verpflegung für mich – und eine kleine Abkühlung für die Füße.

Dann standen satte 45 Kilometer bis zur nächsten Kontrolle auf dem Programm. Das war bei diesen Temperaturen schon grenzwertig. Als ich dort ankam, waren beide Flaschen fast leer. Viel gab es an der Kontrolle zwar nicht mehr, aber mit ein paar Gummibärchen, einem ordentlichen Schluck Fanta und frisch gefüllten Trinkflaschen konnte ich die letzten 26 Kilometer in Angriff nehmen.

Nach dem Zieleinlauf musste das obligatorische Eis diesmal leider ausfallen. Ich wollte unbedingt noch rechtzeitig zum Abendessen zurück sein.

Mein Fazit des Tages: Die Hitze war brutal, die Streckenanpassung machte den Marathon noch einmal anspruchsvoller – aber eines steht fest: Ich kann noch Langstrecke! 🚴☀️

Bundesradsporttreffen 2026 – Tag 2

Heute ging es gemeinsam zu zweit bis zum Start. Nach dem Check-in und der Begrüßung durch Ralf und Dorit machte ich mich dann alleine auf die angepasste Strecke – natürlich inklusive ein paar zusätzlicher Kacheln.

Die Tour bot eine gelungene Mischung aus Gravel- und Asphaltpassagen. Am ersten Kontrollpunkt gab es erst einmal einen Becher Fanta als kleinen Energieschub für den Anstieg zum Flughafen. Die Abfahrt kannte ich bereits vom Dienstag, als ich dort entspannt hinunterrollen durfte. Heute ging es dagegen ständig auf und ab. Die vielen Höhenmeter wurden aber mit tollen Ausblicken belohnt.

Am zweiten Kontrollpunkt nutzte ich die Gelegenheit für einen kurzen Rundgang durch das Fahrradmuseum. Anschließend stärkte ich mich noch einmal ordentlich, bevor die beiden längsten Anstiege des Tages auf dem Programm standen. Oben angekommen war die Arbeit erledigt und die anschließenden Abfahrten Richtung Ziel machten dafür umso mehr Spaß.

Zum Ende der Tour machte sich dann auch die Sonne bemerkbar, die den ganzen Tag kräftig vom Himmel schien. Das Fußbrennen hielt sich glücklicherweise bis zum Marktplatz noch in Grenzen. Bevor es ans Auschecken ging, durfte natürlich das obligatorische Zieleis nicht fehlen.

Bei einem kleinen Schnack mit Ralf wurde die Sonne dann doch langsam zu intensiv. Also machte ich mich schließlich auf den Weg zurück zur Jugendherberge – zufrieden mit einer abwechslungsreichen zweiten Etappe beim Bundesradsporttreffen.

Bundesradsporttreffen – Tag 1: Erst Technik-Chaos, dann Kacheljagd

Der erste offizielle Tag beim Bundesradsporttreffen begann zunächst mit einem kleinen Technik-Fail. Natürlich hatte der Garmin nicht die richtige Strecke geladen und per Smartphone wollte sich die Route partout nicht synchronisieren. Also erst anmelden, anschließend zurück in die Jugendherberge und den Laptop starten. Einmal synchronisiert – und schon war die Welt wieder in Ordnung. Jetzt konnte die Tour endlich beginnen.

Die ersten Kilometer durch den Stadtverkehr waren noch etwas zäh, doch je weiter es hinausging, desto schöner wurde die Strecke. Ruhige Straßen, viel Grün und angenehme Temperaturen sorgten schnell für echten Fahrspaß. Genau so wünscht man sich den Auftakt eines Bundesradsporttreffens.

Natürlich durfte auch die obligatorische Kacheljagd nicht fehlen. Mit einer kleinen Sidequest konnte ich mir trotz eines verschlossenen Tores noch eine neue Kachel sichern. Kurz darauf erreichte ich die zweite Kontrolle genau im richtigen Moment – sie wurde gerade erst aufgebaut. Das Timing stimmte also nicht nur auf dem Rad. Die dritte Kontrolle hatte sich hinter einer Baustelle versteckt, war mit etwas Aufmerksamkeit aber ebenfalls schnell gefunden.

An der letzten Kontrolle gab es dann erst einmal eine Cola als kleine Starthilfe für den Endspurt. Ganz ohne Extraschleife ging es jedoch nicht zurück: Ein Abstecher zum beeindruckenden Schloss Nordkirchen musste einfach noch sein und war definitiv jeden zusätzlichen Kilometer wert.

Zurück im Start- und Zielbereich wartete schließlich die wohlverdiente Belohnung in Form eines leckeren Eises – der perfekte Abschluss eines rundum gelungenen ersten Tages.

Fazit: Der Morgen begann zwar mit einem kleinen Technik-Chaos, doch davon ließ ich mir die Stimmung nicht verderben. Am Ende standen eine abwechslungsreiche Tour, neue Kacheln, sehenswerte Highlights und viele schöne Radkilometer auf dem Tacho. Besser hätte der Auftakt ins Bundesradsporttreffen kaum laufen können – so darf es in den nächsten Tagen gerne weitergehen.

Bundesradsporttreffen 2026 in Lünen

Der frühe Vogel sammelt die Kilometer! 🚴‍♂️

Auch wenn das Bundesradsporttreffen (BRT) offiziell erst am Donnerstag startet, mache ich mich bereits am Montag auf den Weg nach Lünen. So bleibt genügend Zeit, um entspannt anzukommen und die ersten Kilometer zu sammeln.

Die frühzeitige Suche nach einer Unterkunft hat sich ausgezahlt: Die neu eröffnete Jugendherberge liegt nur rund 3,5 Kilometer vom Start- und Zielbereich des BRT entfernt – perfekte Voraussetzungen für eine entspannte Woche.

Am Dienstag steht direkt die Gravel-Permanente des RSC Werne auf dem Programm. So kommen schon vor dem offiziellen Start die ersten Wertungskilometer aufs Konto. Für Mittwoch ist dann bewusst ein Ruhetag eingeplant. Laut Wetterradar soll es an diesem Tag ohnehin regnen – ideal also, um die Beine zu schonen und Kraft für die kommenden Touren zu tanken.

Die Wetterprognose für den Rest der Woche sieht vielversprechend aus. Beste Aussichten also auf einige großartige Tage im Sattel.

Am Donnerstag beginnt das Bundesradsporttreffen schließlich offiziell mit einer Straßen-Permanente. Natürlich habe ich die Strecke wieder so geplant, dass sie möglichst viele neue Kacheln mitnimmt – wenn man schon unterwegs ist, kann man den Tag schließlich optimal nutzen. 😉

Vielleicht sehen wir uns ja in Lünen!

BRT 2023 – Tag 7 – letzter Tag

Nun ist die Woche schon wieder vorbei. Zum Abradeln beim BRT, in Gelsenkirchen, zeigte sich das Wetter doch noch gnädig. Durch den tagelangen Regen waren die Straßen noch nass. Heute sollte es, laut Wetterprognose, den ganzen Tag trocken bleiben. Da Ralf nun auch Probleme mit seinem Vorderrad hatte, waren er und Dorit nicht am Start. Die heutige Strecke ging wieder Richtung Granat. Ich hatte für mich erneut eine Variante zusammengestellt, die mir einige neue Streckenabschnitte und Kacheln brachte. Die erste Kontrolle wurde heute zweimal angefahren. Eine dritte Kontolle wurde eingespart. Das war bei knapp 100 km nicht unbedingt schlimm. Bei der erste Ankunft liebäugelte ich noch mit der angebotenen Cola, reduzierte mich aber auf Kuchen und Banane, in der Hoffnung beim zweiten Mal, noch eine Cola zu bekommen. Im Anstieg zum Grant traf ich dann auch unseren Helfer vom RC Moers, der Ralf ein Hinterrad lieh. Nun konnte ich ihm auch helfen, als seine Kette in den Speichen hing. Die Kette haben wir mit viel Aufwand herausgeholt. Durch meine andere Streckenführung habe ich noch ein paar schöne Landschaften gesehen und das BRT ausklingen lassen. Im Ziel hieß es dann Umziehen und ab mit dem Auto die Rückfahrt antreten. 2024 heißt es dann „Ahoi“, wenn das BRT in Hamburg ist.

BRT 2023 – Tag 6

Tag 5 haben wir einfach mal ins Wasser fallen lassen, obwohl es knapp 40 Verrückte gab, die sich von Start bis Ziel haben beregnen lassen. Am heutigen Tag 6 startete ich früher als geplant auf meine, von mir geänderte, Runde. Da es wieder über schon mehrfach gefahrene Strecken ging, habe ich mir am Vorabend die Strecke für Kacheln modifiziert. Der hier und da eingelegte Abstecher zeigte aber auch, dass es schöne alternativen zur Route des Veranstalters gibt. Ralf war heute, wegen eines Defekts, auf der mittleren Tour unterwegs. Heute sollte das Wetter besser sein. So kam ich an der ersten Kontrolle trocken an. Nur die Straßen waren teilweise noch recht nass. Kaum mit Kuchen, Banane verpflegt und einem kleinen Plausch , musste doch die Regenmontur angezogen werden. Sie wurde aber nicht lange benötigt, da es nach kurzer Zeit nur etwas stärker nieselte. Auf der Schleife für die 100km gab es mit dem Schloss Raesfeld ein schönes Highlight. Hier konnte wir gute Fotos schießen. Immer wieder wurde die Strecke verlassen und das Augenmerk auf die Veloviewer Kacheln gelegt. Dies führte bei einigen zu Verwirrungen.

Wieder an der Kontrolle angekommen, wurden die Kräfte mit Banane und Kuchen aufgefüllt. So kam ich gut gestärkt zum 3. Kontrollpunkt. Hier gab es dann wieder das volle Programm: Cola, Melone und Milchreis. Von jedem etwas, um die Strecke bis zum Ziel zu bestreiten. Da konnte ich nicht Wiederstehen einen Abstecher, zu der sehenswerten Zeche Hugo, zu machen. Morgen ist es soweit. Die letzte Tour beim BRT steht auf dem Programm.

BRT 2023 Tag 4 – Das Highlight

Irgendwie hatte es uns der Mittwoch von Anfang an angetan. Die reinen Fakten waren schon spannend: 107km und 1340hm sollten bezwungen werden. Gemeinsam rollten wir vom Start los und zählten die maximal 5 angekündigten Ampeln bis zum ehemaligen Bahndamm. Es wurde uns nicht zu viel versprochen, die Tour hatte erst begonnen! Erste Eindrücke konnten wir schon bei Anfahrt zur 1. Kontrolle sammeln. Es folgte eine kurze Abfahrt, hinunter zur Ruhr, diese musste überquert werden. Nach einigen Metern entlang der Ruhr folgte die erste größere Steigung, die nun gemeistert werden musste. Von nun an ging es immer hinauf, danach wieder hinunter. Die Anstiege wurden immer länger und zerrten an den Kräften. In Velbert-Nierendorf, war dann die 2. Kontrolle erreicht. Hier wurde Cola und frischer Zuckerkuchen, mein Freund zur Stärkung.

Von nun an ging es für mich alleine auf der großen Runde weiter. Ralf ging es nicht gut + technische Probleme, so dass er mit Dorit den Rückweg antrat. Kaum einen Kilometer von der Kontrolle entfernt, ging es dann gleich wieder hinauf zum nächsten „Gipfel“. Dieser war durch 2 Funkmasten gekennzeichnet. In der rasanten Abfahrt konnte man einen schönen Ausblick auf Langenberg erhaschen. Kaum durch die Stadt, ging es mit dunkelblauen Wolken im Nacken dann wieder hinauf. Der höchste Punkt noch nicht erreicht. Plötzlich und sehr schnell hat mich das Unwetter erwischt. Da es keinen richtigen Schutz gab, zog ich schnell die volle Montur an. An einer Hecke wartete ich geschützt, unter einigen Bäumen, den Regen ab. Leider hatte ich für die Weiterfahrt den falschen Zeitpunkt gewählt. Somit bekam ich auf 200m die volle Packung Platzregen ab. Ein wenig entferntes Haus gab mir Schutz. Hier harrte ich, bis sich die Wolken verzogen, aus. Mit den nächsten Anstiegen und Abfahrten nahm ich die Fahrt wieder auf. Durch die folgende Sonne gab es nicht nur super Fotos, sondern die Klamotten trockneten auch sehr schnell. Kurz vor der 3. Kontrolle gab es dann auch eine sehr schön asphaltierte Abfahrt. Dann kam für mich „Der Scharfrichter des Tages“. Nicht das der Straßenbelag oder die nässe damit was zu tun hatten. Ich wollte es nicht übers „Knie“ brechen und ging auch ein paar Meter zu Fuß.

Gestärkt mit Cola und Kuchen radelte ich Richtung Ziel, mit der Hoffnung, nicht nochmals nass zu werden. Aber erst war der letzte Anstieg zu bezwingen mit der anschließenden Abfahrt hinunter zur Ruhr. In Bochum-Dahlhausen konnte das unvermeidliche nicht verhindert werden und es hieß wieder einmal Regenmontur an! Mit knapp 23km bis Start/Ziel, war mir alles egal und es ging ab durch den Regen, begleitet vom Donner. Ca. 13 Kilometer vor dem Ziel kam dann die Sonne wieder zum Vorschein. Die Regensachen konnten wieder trocken unters Trikot. Im Ziel hieß es dann Stempel holen und ab ins Hotel, denn die Füße waren leider noch nicht trocken.

Am  Donnerstag haben uns für einen Ruhetag entschieden. Laut Wetterbericht soll es den ganzen Tag über Regnen. Sollte sich Wiedererwarten das Wetter ändern schauen wir mal…

BRT 2023 Tag 3

Nun war es endlich soweit und ich konnte das gute Rad heute nutzen. Die Chance nass zu werden, war recht gering. Ein Lichtblick nach 2 Tagen im Regen. Gemeinsam ging es vom Start aus in Richtung 1. Kontrolle, auf den Wegen der gestrigen Tour. Durch mein langsames Warmfahren und fotografieren kam es immer wieder zu Lücken, die ich zufahren konnte. Die Ampeln waren heute leider nicht auf meiner Seite, da ich durch ständige Rotphasen den Anschluss verlor. Die heute Morgen angesagte Sperrung der Brücke für KFZ kam mir hier zu Gute. Ich bin nicht wie die anderen den Bogen gefahren, sondern direkt durch die Baustelle. An der Kontrolle begnügte ich mich mit einem Becher Milchreis, um einen kleinen Vorsprung herauszufahren. Dieser hielt dann bis zum Pröbsting See, der heute der Namensgeber der Tour war. Nach ein paar geschossenen  Fotos ging es dann im Windschatten des einen oder anderen Fahrers zurück zur Kontrolle. Auch der 2. Ausreißversuch scheiterte kurz vor der letzten Kontrollstelle. Hier reichte mir ein Stück Kuchen und der Stempel. Einige wenige Tropfen Regen ließen mich dann schnell wieder in die Pedale treten, um mit Vollgas Richtung Ziel zu kurbeln. Das war durch die heutige Routenplanung nicht mehr weit. Dadurch kam ich trocken und vor den anderen im Ziel an. Morgen geht es dann, mit über 1000hm auf 110km, schon etwas mehr zu Sache!

BRT 2023 Tag 2

Regenradar und Regenprognose wurde bis vor dem Start immer wieder geprüft. Aber was hat Wetter mit Radfahren zu tun? In voller Regenmontur ging es für mich vom Hotel zum Start. Ich hoffte auf Ralf  und somit auf Verstärkung. Ein kurzes Telefonat  und ich wusste, dass ich den zweiten Tag als „Einzelkämpfer“ starte. Um aus dem Speckgürtel der Stadt zu kommen, ging es über den Rückweg von gestern. Leider waren die Straßen noch sehr nass und das Wasser tropfte  von den Bäumen. Dies sollte sich auf dem Weg zur 1. Verpflegung von Kilometer zu Kilometer ändern. Trotz der besseren Ausschilderung, kurz vor dem Granat, war ein Schild in Richtung Ziel gedreht. Da es auch die Strecke zurück war (Bestätigungspfeil), ist mir dies erst nach einigen Kilometern aufgefallen. So musste ich umdrehen,  fuhr den Granat hinauf und hinab bis zum Kontrollpunkt. Hier angekommen war ich erstaunt, so viele Teilnehmer zu sehen. Heute Morgen, am Start um 8:30 Uhr, waren es nur 3-4 Radler, die mit mir auf die Strecke gingen. Gestärkt durch eine kleine Portion Milchreis mit Zimt und Zucker, ging es auf die 100er Schleife. Diese Fahrt um den Granat,  war echt toll. Hier habe ich mich dann endgültig meiner Regensachen entledigt. So konnte  ich das schöne Wetter genießen. Nur noch in den Wäldern waren die Straßen nass. In der zweiten Abfahrt bis zum Kontrollpunkt, wurde es besser. In Richtung letzter Kontrolle, wunderte ich mich, dass auf dem Navi ein Schlenker, ab vom direkten Weg gab. Durch diesen Schlenker konnte ich dann die schöne Aussicht genießen. Kurz vor dem letzten Kontrollpunkt, war bei einer Kanalquerung, die herannahende Regenfront zu sehen und ich wappnete mich erneut. Im strömenden Regen, an der letzten Kontrolle angekommen, stärkte ich mich mit Melone. Dann nutzte ich den nachlassenden Regen und fuhr in Richtung Ziel. Im nächsten Ort holte mich der Platzregen, mit Blitz und Donner, wieder  ein. Ich suchte mir einen Unterstand. Ein paar Kilometer weiter, in Herten, ereilte mich dasselbe noch einmal. Gefrustet schaute ich wie weit es noch bis zum Ziel ist. Zum Hotel 3km und zum Ziel 10 + Hotel 5km ließ mich dann doch die Hotel Variante wählen, um später mit dem Auto zu Start/Ziel zu fahren.

BRT 2023 in Gelsenkirchen Tag 1

Wie immer beim BRT ist der Marathon, am ersten Tag, eines der Highlights. Für Ralf und mich war klar, diesen auch in Angriff zu nehmen. Am Start haben wir uns schon über die doch überschaubare Anzahl von Startern gewundert. Ob es das Wetter war oder ist das BRT nicht mehr so attraktiv? Darüber ließ sich nur spekulieren. Wir rollten zusammen mit Dorit erst einmal entspannt Richtung Stadtrand. Da ich es gemächlich angehen wollte und sich Ralf bereits in einer der vorderen Gruppe befand, ging es gemütlich zur ersten Kontrolle. Hier fand ich eine recht aufgeräumte Verpflegung vor und wunderte mich doch ein wenig. Es gab nur Äpfel, keine Bananen und es wurden fleißig Stullen mit Nugat-Creme und Marmelade geschmiert. Kuchen und Riegel waren auch am Start. Ich fand sehr schade, dass es nur Wasser mit einem Sirup zum selbst mischen gab. Dies war aber vor Ort nicht möglich da keine Becher vorhanden waren. Kurz nach der ersten Streckentrennung rollte dann Ralf plötzlich von hinten auf, was mich doch sehr wunderte. Hier war das Schilderteam entweder später unterwegs, oder die Streckentrennung für die 50km Runde für Dorit wurde einfach vergessen. Mit wechselhaftem Wetter, sowie mäßig bis starken Wind, fuhren wir dann in Richtung zweite Kontrolle. Hier war die Auswahl an Verpflegung dann schon besser. Weiter ging es zum dritten Kontrollpunkt. Wenn das Wetter es zuließ, wurden  Fotos und  Videos gemacht. An der dritten Kontrolle konnten wir uns mit Cola stärken, um die Marathonschleife mit ordentlich Wind in Angriff zu nehmen. Auf der langen Runde kam es dann ab und zu vor, dass Schilder fehlten bzw. nicht ganz eindeutig waren. Wir verließen uns dann nur noch auf den GPS Track, der uns mehr Sicherheit gab. Am Wendepunkt der Tour wurde es dann nochmals ungemütlich. Bei Regen und ordentlich Wind wurde die vierte Verpflegungsstelle immer nötiger! Gestärkt mit Currywurst und Nudeln, ging es dann mit „Rückenwind“ zurück in Richtung dritten Kontrollpunkt. Hier erwartete uns nicht nur  Cola, sondern auch  ein kaltes Wassereis. Somit blieb nur noch eine Kontrolle vor dem Ziel, die wir als nächstes Zwischenziel anpeilten. Durch den Wind und immer wieder eintretenden Regen wurden unsere Beine immer schwerer. Aber auch das haben wir geschafft. An der letzten Kontrolle wurden wir mit Melonen überrascht. Das gab den letzten Schub in Richtung Ziel.